VERWALTUNG

Feuerwehr hat neuen städtischen Verwaltungsdirektor

Reinhard Pradel beendet seine Karriere als städtischer Verwaltungsdirektor

Die Feuerwehr hat einen Wechsel in der Verwaltungsabteilung: Stefan Weber hat die Nachfolge des seit 1986 amtierenden Reinhard Pradel angetreten. Nach seiner fast 50-jährigen Amtszeit im Öffentlichen Dienst, davon rund 47 Jahre bei der Stadtverwaltung, tritt der gebürtige Berliner nun in den Ruhestand.

 

Pradel zeigte bereits in frühster Jugend Interesse für das städtische Verwaltungsleben: 1963 begann er eine drei-jährige Ausbildung im Bereich der Verwaltung bei der Stadt Düsseldorf. 1966 wurde er in das Beamtenverhältnis übernommen. Mit der Hoffnung, seine berufliche Laufbahn fortsetzen zu können, zog er 1971 nach Oberbayern und war dort bei der Regierung tätig. Seine Hoffnungen wurden jedoch nicht erfüllt, sodass er wieder Kontakt zur Stadt Düsseldorf aufnahm. 1973 kehrte er dort zunächst zur Stadtkasse zurück. Seine Rückkehr blieb nicht ohne Folgen: 1976 wurde sein lang ersehnter Wunsch erfüllt, er stieg in den gehobenen Dienst auf.

 

Trotz seiner Vorliebe für Zahlen konnte der heute 62-jährige nicht vollkommen auf den Kontakt mit Menschen verzichten und wechselte somit 1978 als stellvertretender Abteilungsleiter zur Feuerwehr. Neben dem Zusammenspiel von Mensch und Technik war es vor allem die Vielfältigkeit der Tätigkeiten, die ihn reizte und die seit seiner Amtszeit sein ständiger Wegbegleiter war. Neben amtsinternen Personalangelegenheiten, Projekten im Bereich der Baukoordination und dem Haushalt des Amtes, zählte die stattgefundene Umstellung der Kameralistik auf ein neues kommunales Finanzmanagement (NKF) zu den größten Herausforderungen während seiner Amtszeit.

Dabei wurde er erheblich durch seinen Stellvertreter und jetzigen Nachfolger Stefan Weber und sein Team unterstützt. Wie so oft erlebte er dabei erneut die kollegiale Arbeitsatmosphäre, wie mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zwei Generationen prallten bei der Bewerkstelligung dieses Projektes aufeinander: Während Pradel aufgrund seiner fast 50-jährigen Amtszeit über einen großen Erfahrungsschatz verfügte, brachte Weber die neuen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse mit. Auch während seiner Pensionszeit bleibt Reinhardt Pradel weiterhin aktiv und verfügt nun über genügend Zeit sich seinem privaten Umfeld und seinen Hobbys zu widmen.

 

Stefan Weber wechselte nach seiner Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter zunächst für zwei Jahre ins Jugendamt. Bis 2002 war er im Steueramt tätig und parallel dazu absolvierte er eine zweieinhalb-jährige Ausbildung beim Institut für Managementlehre in Essen. Das Steueramt war zum damaligen Zeitpunkt eines der ersten Modell-Ämter für die Einführung des „NKF“ im Bereich der Stadtverwaltung. Nach dem Erwerb der betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikation übernahm Weber die Projektleitung zur Einführung des NKF im Steueramt. Ab 2003 nahm er die Funktion als Controller im Bereich Berichtswesen und Finanzsteuerung bei der Feuerwehr war.

Der Wechsel erfolgte, weil die Projektleitung zur Einführung des NKF an die Controllerstelle gekoppelt war. Von 2005 an war der heute 45-jährige stellvertretender Abteilungsleiter, bis er am 16. Februar 2012 offiziell das Amt des Abteilungsleiters in Anspruch nimmt. Als Herausforderung in seiner neuen Funktion als Verwaltungsleiter sieht Weber, neben der großen Verantwortung, vor allem das Arbeitsumfeld der Feuerwehr. Die 24-Stunden-Dienste der Feuerwehrmänner machen sich auch im Bereich der Verwaltung bemerkbar. In solch einem hektischen Umfeld gilt es, Ruhe zu bewahren. Ruhe und Besonnenheit, Eigenschaften, die sein Vorgänger bereits mit sich brachte und Weber zu schätzen weiß. Als Beauftragter des Qualitätsmanagementsystems strebt der bekennende Fortuna-Düsseldorf-Fan sein nächstgrößeres Projekt an: Strukturen und Prozesse im Amt zu optimieren.

 
 
     
© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf letzte Änderung: 10.02.2012