RUHESTAND

Jürgen Leineweber geht in den Ruhestand
Die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr nachhaltig geprägt/34 Jahre als Feuerwehrmann im Einsatz

Nach 34 Jahren Engagement in der Düsseldorfer Feuerwehr endet mit Erreichen der Altersgrenze das aktive Beamtenverhältnis von Jürgen Leineweber. Der Feuerwehrmann erreicht am 20. April das 60. Lebensjahr und geht deshalb in den Ruhestand. Geprägt durch seinen Lehrberuf zum Graveur wurde der heutige Brandoberamtsrat schon als junger Feuerwehrmitarbeiter zum Planer von Broschüren, Flyern und Plakaten. Der Feuerwehr-Geschichte verbunden, erarbeitete er sich den Ruf eines Amtshistorikers. Fest mit ihm verbunden ist auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeitarbeit innerhalb der Feuerwehr. Ein Vierteljahrhundert gehörte er dem Stab der Pressesprecher bei der Feuerwehr an.

Jürgen Leineweber begann seine Feuerwehrlaufbahn am 1. August 1977. Im Juli 1988 kam er zur Feuerwache Frankfurter Straße, deren Leitung er acht Jahre später übernahm. Schon damals unterstützte der Wachleiter die Feuerwehrschule und wurde als Dozent tätig. Die Wachführung in Wersten übernahm er im April 2007. Während seiner Tätigkeit dort baute er eine ABC-Spezialeinheit für den Gefahrstoffeinsatz auf. Leineweber war an der Weiterentwicklung der Düsseldorfer Berufsfeuerwehr beteiligt. Im April 2010 wurde er mit der letzten neuen Aufgabe als stellvertretender Leiter der Feuerwehrschule und Einsatzleiter in der B-Dienstebene betraut. Der gebürtige Nassauer kümmerte sich viele Jahre um den "Feuermelder", die Hauszeitschrift der Feuerwehr Düsseldorf und die Gestaltung von sämtlichen Publikationen der Feuerwehr. Die erste Ausgabe des Feuermelders kreierte Leineweber im Januar 1994, mit der Nummer 57 verabschiedete er sich im Dezember 2011 aus der Redaktion.

Seine größte Herausforderung in dieser Tätigkeit war die Erarbeitung des Jahrbuchs aus Anlass des 125-jährigen Bestehens der Feuerwehr Düsseldorf, das im Juni 1997 aufgelegt wurde. Akribisch recherchiert, schrieb er dafür einen Artikel zur Geschichte der Berufsfeuerwehr Düsseldorf, insbesondere während der Zeit des Nationalsozialismus. Der Pressedienst der Feuerwehr steht in direkter Verbindung mit den Namen Leineweber. Vor rund 25 Jahren begann unter seiner Mitwirkung die Berichterstattung und Pressebegleitung bei Einsätzen und wichtigen Ereignissen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. Viele Brände, technische Hilfeleistungen und Rettungsdiensteinsätze hat Jürgen Leineweber erlebt, darunter zum Beispiel den Flughafenbrand am 11. April 1996, die Explosion an der Krahestraße am 24. Juli 1997, den Kranunfall auf der Kö am 29. April 2003, den Omnibus-Unfall am 23. Dezember 2010 und den Großbrand der Fortinmühle am 15. September 2011.
 
 
© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf letzte Änderung: 19.04.2012