EHRUNGEN

Deutsches Feuerwehr Fitnessabzeichen (DFFA)
Peter Albers erster Leiter einer Deutschen Feuerwehr mit Abzeichen in Gold

Der Düsseldorfer Feuerwehrchef Peter Albers absolvierte das Deutsche Feuerwehr Fitnessabzeichen in Gold. Damit ist Albers der erste Leiter einer Feuerwehr in Deutschland, der die höchste Stufe für sehr gute körperliche Leistungsfähigkeit erbrachte. Die Auszeichnung nahm der 1. Vorsitzende der Deutschen-Feuerwehrsportföderation Michael Armbrüster (Foto links) persönlich vor.
„Beim Deutschen Feuerwehr Fitnessabzeichen werden die Feuerwehrleute in den Disziplinen Ausdauer, Kraft und Koordination auf ihre Fitness geprüft und erhalten eine für den Feuerwehrmann wichtige Rückmeldung zur körperlichen Leistungsfähigkeit“, erklärte Michael Armbrüster von der Deutschen-Feuerwehrsportföderation. „Die Steigerungen der sportlichen Anforderungen beim DFFA von Bronze über Silber zu Gold sind für einen trainierten Athleten gut zu schaffen, aber nicht einfach“, fährt er fort. Regelmäßige Übungen, Konstanz und die richtige individuelle Auswahl innerhalb der Disziplinen vom Fitnessabzeichen führen letztlich zum Erfolg der Feuerwehrleute. Peter Albers von der Feuerwehr Düsseldorf hat als erster Leiter einer Berufsfeuerwehr in Deutschland das Goldene Deutsche Feuerwehr Fitnessabzeichen ausgehändigt bekommen.

Um das DFFA zu erlangen, hatte Peter Albers sich ein Trainingsprogramm auferlegt, dass er konsequent umsetzte. Nicht nur wegen des Ehrgeizes, sondern viel mehr wegen seiner Vorbildfunktion als Direktor der Feuerwehr - zumal er von der Neuorganisation des Dienstsportes und dem eingeführten Fitnessabzeichen überzeugt ist. „Mehrfach die Woche gehe ich schwimmen und trainiere fast täglich auf meinem Heimtrainer. Seit dem spüre ich einen deutlichen Anstieg meiner Konstitution und fühle mich richtig gut“, berichtete der Feuerwehrchef. Beim Deutschen Feuerwehr Fitnessabzeichen werden Leistungen in den Disziplinen Ausdauer, Kraft und Koordination abverlangt.

Ausdauer
Beim 1000-Meter-Schwimmen ist der Schwimmstil nicht vorgeschrieben und kann gewechselt werden. Die Strecke ist ohne Unterbrechung zu bewältigen. Bei der Wende muss der Beckenrand mit einem Körperteil berührt werden. Hilfsmittel sind nicht gestattet. Albers schaffte die Ausdauerdisziplin in hervorragender Zeit von 24 Minuten und 28 Sekunden. In der Altersklasse 7 sind für Bronze 32 Minuten, Silber 29 Minuten und Gold 26 Minuten vorgegeben.

Kraft
Bei dieser Disziplin entschied sich Peter Albers für das Steigen auf einer Endlosleiter, da Leitersteigen zum Feuerwehrberuf gehört. Die Übung erfolgt bei Steiggeschwindigkeit von 21 Metern in der Minute (0,35 Meter in einer Sekunde). Gestiegen wird in kompletter Brandschutzkleidung mit Helm, Handschuhen, Stiefeln und angelegtem Atemschutzgerät ohne Atemschutzmaske. Die Übung ist beendet, wenn der Bewerber abbricht, die voreingestellte Steighöhe erreicht ist oder die Leiter durch eine Sicherheitseinrichtung (Lichtschranke) zum Stillstand kommt. In der Altersklasse 7 sind für Bronze 20 Meter, Silber 30 Meter und Gold 40 Meter zu steigen.

Technisch-koordinative Disziplin
Diese Rubrik fordert neben sportlicher Fitness auch ein gutes Zusammenspiel von Körper und Geist. Das 200-Meter-Kombi-Schwimmen war die Herausforderung für den Chef der Feuerwehr, in ausgezeichneten 3 Minuten und 56 Sekunden meisterte Albers die Strecke. Nach einem Startsprung vom Startblock folgt eine Tauchphase mindestens bis zur 15-Meter-Marke. Dann übergangslos bis zur 100-Meter-Marke im Freistil, weiter bis zur 150-Meter-Marke in Rückenlage ohne Armtätigkeit (Arme gekreuzt auf dem Brustkorb) und bis zur 200-Meter-Marke ist im Bruststil zu schwimmen. Die Strecke ist ohne Unterbrechung zu bewältigen. Bei der Wende muss der Beckenrand mit mindestens einem Körperteil berührt werden. Hilfsmittel sind nicht gestattet. In der Altersklasse 7 sind für Bronze 6 Minuten und 30 Sekunden, für Silber 5 Minuten und 45 Sekunden sowie für Gold 5 Minuten die Anschlagmarke.

Michael Armbrüster hatte die Feuerwehr Düsseldorf bei der Umorganisation des Dienstsportes mit Umstieg auf das Deutsche Feuerwehr Fitnessabzeichen beratend zur Seite gestanden und die Sportübungsleiter zu Abnahmeberechtigten ausgebildet.
 
   
   
© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf letzte Änderung: 18.04.2012