FREIWILLIGE FEUERWEHR

20 Jahre Technik- und Kommunikationszug sowie Umweltschutzzug

 

Gleich doppelter Grund zu feiern besteht für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Düsseldorf, die 2015 auf

20 Jahre Technik- und Kommunikationszug (TKZ) sowie Umweltschutzzug (UMW) zurückblicken können.

 Die Löschgruppen stammen aus dem zivilen Katastrophenschutz des Bundes und wurden 1995 im Zuge einer

Neuordnung gegründet.

Seither haben sie sich zu einem festen Bestandteil der Feuerwehr Düsseldorf entwickelt.

Beide Einheiten sind auf der Feuerwache 10 "Umweltschutz und technische Dienste", Posener Straße 171-183,

in Lierenfeld stationiert. Von dort rücken die Kameradinnen und Kameraden aufgrund ihrer Spezialisierung zu

Großeinsätzen  ins gesamte Stadtgebiet aus: die im November vergangenen Jahres nahe der Universität entgleiste und

umgrkippte Straßenbahn oder der im Dezember 2012 in Eller von zwei Güterzügen gerammte Gelenkbus sind nur

zwei Einsatzbeispiele seit Gründung.

 

Technik- und Kommunikationszug

Die Unterstützung des Technik- und Kommunikationszuges wird an verschiedenen Stellen benötigt: So sind die

ehrenamtlichen  Mitwirkenden neben der Kommunikation für den Krisenstab bei außergewöhnlichen Ereignissen auch

für logistische Aufträge, technische Hilfeleistungen, die Versorgung von Einsatzstellen sowie den Brandschutz im

linksrheinischen Stadtgebiet zuständig.

Pro Jahr absolviert die Einheit durchschnittlich 20 Einsätze, seit Gründung belaufen sich diese auf 157 Brand- und 421

Hilfeleistungseinsätze (Stand: 31. Dezember 2014). Derzeit üben eine Frau und 23 Männer ihren Dienst im TKZ aus.

Nach der Grundausbildung an der Feuerwehrschule Düsseldorf durchlaufen die Kameradinnen und Kameraden eine

 standortbezogene Sonderausbildung, zu der regelmäßige Schulungen zu Sonderfahrzeugen und -geräten sowie Übungen

 gehören.

Zur Bewältigung seiner Aufgaben verfügt der TKZ über eine spezielle technische Ausstattung: Diese beinhaltet neun

Fahrzeuge und sechs Anhänger, darunter befinden sich unter anderem der Gerätewagen "Licht" zum Ausleuchten von

Einsatzstellen sowie ein Löschgruppenfahrzeug.

 

Umweltschutzzug

Aufgabenschwerpunkt des Umweltschutzzuges sind Einsätze mit gefährlichen atomaren, biologischen oder chemischen

Stoffen und Gütern. Vor Ort kümmert sich die Einheit um die Dekontamination, das heißt um die  Entfernung von

Verunreinigungen an Schutzanzügen, Haut oder Geräten, um die Sicherheit von Einsatzkräften, verletzten Personen

oder Messgeräten und Material zu gewährleisten. Darüber hinaus unterstützt der UMW die Berufsfeuerwehr auch

bei Sturm- und Hochwassereinsätzen.

 

Jährlich rückt die Einheit zu durchschnittlich 25 Einsätzen aus. Bisher zählten dazu 148 Brand- und

665 Hilfeleistungseinsätze (Stand: 31. Dezember 2014). Derzeit üben zwei Frauen und 33 Männer ihren Dienst im

 UMW aus. Nach der Grundausbildung an der Feuerwehrschule Düsseldorf erwerben die ehrenamtlichen Feuerwehrleute

ihre speziellen Kenntnisse im Umgang mit und der Beseitigung von Gefahrstoffen sowie zur Bedienung von

Erkunderfahrzeugen auf der Wache. Regelmäßige Schulungen oder Übungen komplementieren die standortbezogene

Sonderausbildung.

 

Zur technischen Ausrüstung des UMZ gehören zwei Dekontaminations-Fahrzeuge, die Dusch- und Umkleidezelte,

aber auch Einzelduschkabinen, führen. Darüber hinaus verfügt die Einheit unter anderem über Erkunderfahrzeuge,

ein Löschgruppenfahrzeug sowie ein Gerätewagen mit Streuvorrichtung im Falle eines Ölspur-Einsatzes.

 
die Löschfahrzeuge 19 und 20
     
19 - Umweltschutzzug Daten / Fotos
     
20 - Technik - und Kommunikationszug Daten / Fotos

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 06.11.2015