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Atemschutzübungszentrum geht in Betrieb

Stadt investiert rund 4,6 Millionen Euro in neue, hochmoderne Übungsstrecke

Die Feuer- und Rettungswache in Garath mit angeschlossener Feuerwehrschule hat eine neue, hochmoderne Atemschutzübungsstrecke mit Brandsimulationsanlage bekommen. Rund 4,6 Millionen Euro investierte die Stadt an diesem Feuerwehrstandort. Die Bauzeit umfasste rund 16 Monate. Oberbürgermeister Thomas Geisel hat die neue Anlage am Dienstag, 16. Februar, offiziell eröffnet.

 

"Um Einsätze erfolgreich zu bewältigen, braucht es Training. Jetzt haben wir nicht nur eine der modernsten Trainingseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen, sondern können hier auch Trainingsmöglichkeiten für Einsatzkräfte aus anderen Städten anbieten", betonte Oberbürgermeister Thomas Geisel bei der Eröffnung.

 

Nach mehr als 40 Jahren Nutzung befand sich die alte Atemschutzübungsanlage in einem bautechnisch schlechten Zustand. Die in Containerbauart errichtete Brandsimulationsanlage war aufgrund der Bauweise und der intensiven Nutzung verschlissen. Die Anlage war nicht mehr uneingeschränkt funktionsfähig und musste daher erneuert werden. Der Rat der Stadt beschloss daher im Dezember 2013 einen Ersatzneubau in Massivbauweise.

 

Das Bauprojekt umfasst die Errichtung eines Ersatzneubaus bestehend aus einem Atemschutzübungszentrum und einer Brandsimulationsanlage, die über eine Durchgangsschleuse im Obergeschoss miteinander verbunden sind. Im Erdgeschoss des neuen Atemschutzübungszentrums befinden sich eine Werkstatt, ein Lager für Übungsgeräte, ein Vorbereitungs- und ein Schulungsraum sowie die sanitären Anlagen. Im Obergeschoss ist neben dem Arbeitsraum und der Atemschutzübungsstrecke auch der Kontrollraum untergebracht, in dem sich die Leittechnik für die beiden Übungsanlagen befindet. Das Dach über dem Atemschutzübungsraum ist nutzungsbedingt höher und wurde begrünt.

 

Die Brandsimulationsanlage ist so aufgebaut, dass unterschiedliche Brandsituationen, wie etwa Wohnzimmerbrände unter realitätsnahen Bedingungen imitiert werden können. Auf der Dachfläche über der Brandsimulationsanlage werden zudem Räume für die Technik errichtet. Die weiteren Dachflächen des Ersatzneubaus können für Ausbildungszwecke genutzt werden. Über die Verbindungsschleuse können die Übungsteilnehmer vom Atemschutzübungszentrum in die Brandsimulationsanlage und umgekehrt gelangen.

 

Der Ersatzneubau des Atemschutzübungszentrums wurde in Massivbauweise mit einer wärmegedämmten Fassade auf einem unterirdischen Regenrückhaltebecken errichtet. Dazu wurde das Erdreich oberhalb des Regenrückhaltebeckens abgetragen und ein Betongitterfundament auf der Stützenkonstruktion des Beckens errichtet.

 

Die Brandsimulationsanlage wurde aus betriebstechnischen Gründen aus Stahlbeton erstellt. Das Gelände vor dem Ersatzneubau kann von den Ausbildenden und den Übungsteilnehmern für Ausbildungszwecke genutzt werden.

 

Der Standort bietet sich aufgrund seiner sehr guten Erreichbarkeit für die Übungsteilnehmer an. Durch die organisatorische Einheit des Atemschutzübungszentrums mit Brandsimulationsanlage und der Feuerwehrschule Düsseldorf werden Synergieeffekte erzielt. So werden zum Beispiel die Duschräume der Feuerwehrschule genutzt, es musste kein aufwändiger Schwarz-Weiß-Bereich – ein Bereich, zum Wechseln von verrußter und verschmutzter Schutzkleidung – neu erstellt werden.

 

Das Bauprojekt erfüllt die Leitlinien der Landeshauptstadt Düsseldorf für Energieeffizienz bei Neubauten. Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 werden um mindestens 15 Prozent unterschritten. Für die Wärmeversorgung wird das ortsnahe Fernwärmenetz in Garath genutzt. Dort erfolgt die Wärmeerzeugung über Biomassenutzung. Die Forderung des Erneuerbare Energien Wärmegesetzes (EEWärmeG), wonach der Wärmeenergiebedarf zu einem definierten prozentualen Anteil über erneuerbare Energien abgedeckt werden muss, wird dadurch erfüllt.

 

Inzwischen haben bereits verschiedene Werkfeuerwehren und andere Kommunen Interesse an einer Mitnutzung dieser hochmodernen Anlage bekundet. Die Stadt rechnet mit Einnahmen von bis zu 100.000 Euro pro Jahr, die dadurch erzielt werden können.

 

Fakten zum Bau des neuen Atemschutzübungszentrums

 

Baukosten:

rund 4,6 Millionen Euro

 

Flächen:

Bruttogeschossfläche Ersatzneubau: 1.400 Quadratmeter

Grundstücksfläche:                          3.700 Quadratmeter

 

Bauzeit:

Baubeginn: September 2014

Fertigstellung:     anuar 2016

 

   
   
   
   
Feuer in einer Garage - Einsatz für 09-HLF20-01

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Ein Blick in die Übungsstrecke mit ihren unterschiedlichen Bereichen, hier aber alles noch ohne Verdunkelung/Verrauchung...

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Küche im Vollbrand

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Überwachungseinrichtungen des gesamten Übungszentrums

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Endlosleiter, Laufband u.a.

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Heiss im Schlafzimmer

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Überraschung für den Feuerwehrchef, noch bevor die Anlage offiziel übergeben wurde überreichte Hans-Peter Thiel, Bezirksbrandmeister, Peter Albers das

Feuerwehrehrenkreuz in Silber

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© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 20.02.2016