TECHNIK

Die Düsseldorfer Löschboote

Für den Feuerschutz im Hafen und auf dem Wasser war man zu Beginn es Jahrhunderts nur auf ein Dampfschiff der Fa. Dürr & Co, das mit einer Dampfspritze ausgerüstet war, angewiesen. Der Dampfer leistete vortreffliche Dienste, reichte aber bei ausgedehnten Brandstellen nicht aus. Deshalb wurden seitens der Stadt Düsseldorf Verhandlungen mit der Rheinischen Bahngesellschaft mit dem Ziel aufgenommen, die beiden Fährschiffe "Düssel" und "Erft" mit leistungsfähigen Dampfspritzen auszurüsten. Die Ausrüstung dafür übernahm die Stadt Düsseldorf.

Der Einbau erfolgte bei der "Dampfschiffahrtsgesellschaft für den Mittel- und Niederrhein" in Düsseldorf. Die beiden Fährschiffe "Erft" und "Düssel"  hatten ihre Anlegestelle am Rheinufer am Zolltor in unmittelbarer Nähe der Feuerwache Akademiestrasse. Im Bedarfsfalle wurde der alarmbereite Dampfer durch eine weittönende Starkstromglocke vom Ufer aus benachrichtigt; die gleichzeitig alarmierte Feuerwache besetzte dann den Dampfer, fuhr damit zur Brandstelle und bekämpfte den Brand von der Wasserseite aus. Lag das unter Dampf stehende Boot an der Hafenzentrale, so blieb es solange dort bis die Feuerwehr-mannschaften eingetroffen waren.

Die Pumpen hatten eine Leistung von 2000l/min und waren hinter dem Maschinenraum angeordnet. An Deck waren drei 75mm und sechs 52mm Abgänge sowie neben dem Stand des Kapitäns ein Wenderohr installiert. In der hinteren Kajüte befand sich ein Schrank mit Lösch- und Rettungsgeräten in so unfangreicher Ausstattung, dass von der Feuerwehr kein Gerät mit an Bord genommen werden musste.Die Pumpe der "Erft" wurde später in den Hafendampfer "Wilhelm" eingebaut.Am 31.März 1925 wurde ein neues Feuerlöschboot in Dienst gestellt. Die beiden Feuerlöschkreiselpumpen förderten 2000 bzw. 1500l/min. Bei Alarm wurde die ständige Besatzung (ein Steuermann und ein Maschinist) durch die Besatzung der zugeteilten Motorspritze der Hafenwache verstärkt. Nachdem das Feuerlöschboot in der Vergangenheit durch das Hafenamt genutzt wurde, wurde es am 1. April 1947 an die Berufsfeuerwehr verkauft. Das Feuerlöschboot 1 war noch bis zum 22. November 1973 in Dienst.

Am 6. August 1963 erhielt die Berufsfeuerwehr das Feuerlöschboot 2 das mit Umbauten und Modernisierungen noch heute in Dienst ist. Die Feuerlöschbootstation wurde im Februar 1969 in Eigenleistung im Düsseldorfer Hafen an der Speditionsstraße 23 fertig gestellt. Das Löschboot liegt in unmittelbarer Nähe an einem Ausleger am Hafenmund. Die Besatzung besteht insgesamt aus 22 Mann, die sich auf die beiden Wachbereitschaften verteilen. Fünf Mann sind ständig als Bootsbesatzung im Dienst. Neben dem Löschboot besetzen sie noch ein Rettungs-/Mehrzweckboot. Ihre Zuständigkeit für Rettungsdienst, Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung auf dem Rhein erstreckt sich zunächst einmal auf das Stadtgebiet, endet aber nicht mit den Stadtgrenzen. Sie reicht von der Landesgrenze nahe Bad Honnef bis zur Holländischen Grenze.

Im August 2003 wurde die neue Löschbootstation im Düsseldorfer Hafen bezogen.

Die Düsseldorfer Lösch- und Rettungsboote - eine Übersicht -

Die Löschbootstation
neuer Steiger Vorstellung

FLB 2

Vorstellung
http://d.jtruckenmueller.de/7/78/rtb2_2/00_9363.jpg RTB 2     Vorstellung

MZF

    Vorstellung

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 04.01.2017