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Die Berufsfeuerwehr Düsseldorf 1872 - heute

Der Brand des alten Düsseldorfer Schlosses in den frühen Morgenstunden des 20.März 1872 ist neben dem Druck der königlichen Regierung der letzte Anlass zur Gründung der Berufsfeuerwehr Düsseldorf. Bei diesem Brand werden eklatante Schwächen der Stadt überdeutlich. Schon am 14. Mai 1872 beschließt die Stadtverordnetenversammlung - gegen inneren Widerstand - die Gründung einer "ständigen Feuerwehr" - die Geburtstunde der Berufsfeuerwehr Düsseldorf. Schon kurze Zeit später wird Adam Josef Baum für den Posten des Leiters vorgeschlagen. Er absolviert bei der Berufsfeuerwehr Berlin eine dreimonatige Ausbildung und tritt am 1. Oktober 1872 seinen Dienst als Chef der jetzt aufstrebenden Berufsfeuerwehr Düsseldorf an.


Im Februar 1874 kann die Berufsfeuerwehr mit ihren 29 Mann, den Feuerspritzen, Mannschafts- und Gerätewagen die erste richtige Feuerwache beziehen. In der Folgezeit entwickelt sich die Berufsfeuerwehr Düsseldorf im Gleichschritt mit der Stadt. Schon bald müssen neue Feuerwachen in der schnell wachsenden Stadt für einen besseren Schutz der Bevölkerung bebaut werden. Erste Schwierigkeiten, den Brandschutz weiterhin sicherzustellen, treten im Ersten Weltkrieg aus personellen Gründen auf. Ein Großteil der Düsseldorfer Feuerwehrleute ist zum Kriegsdienst eingezogen. Nach dem Krieg prägen zunächst finanzielle Schwierigkeiten und die Besetzung Düsseldorfs  durch die Franzosen Stadt und Feuerwehr. Ein kurzer Aufschwung im Feuerlöschwesen gegen Ende der 20er Jahre wird von der Weltwirtschaftskrise schnell wieder zunichte gemacht. Für dringend benötigte neue Fahrzeuge und Anpassung einzelner Feuerwachen an die gestiegenen Anforderungen fehlt das Geld.


Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten erhält die Feuerwehr sehr schnell einen anderen Stellenwert, da sie als Feuerschutzpolizei in deren Kriegsvorbereitungen zum Schutz Düsseldorfs und anderer westdeutschen Städte eine wichtige Rolle übernehmen muss. Als 1942 jedoch die verheerenden Luftangriffe auf die Stadt beginnen, wird sehr schnell ihr Leistungsvermögen überschritten. Neben rund der Hälfte der Stadt wird auch die Feuerwache an der Akademiestraße zerstört, andere Wachen werden stark beschädigt. Der Zusammenbruch 1945 bringt einen völligen Neubeginn. Die Feuerwehr wird entmilitarisiert und entpolitisiert. Als ehemaliges Vollzugsorgan der Nazis wird sie zunächst direkt der Militärregierung unterstellt und erst 1947 wieder in die Stadtverwaltung integriert. Der Wiederaufbau vollzieht sich aus finanziellen Gründen sehr schleppend.

 

Erst 1953 kann mit einer Drehleiter das erste neue Großfahrzeug als Ersatz für die im Krieg stark beanspruchten Fahrzeuge gekauft werden. Für die zerstörte Feuerwache Akademiestraße gelingt es nicht vor Dezember 1957 eine neue Wache fertig zustellen. Sie steht in Oberkassel. In den nächsten zehn Jahren verbessern weitere Feuerwachen in Wersten und Gerresheim  den Brandschutz in der Stadt erheblich. Die vorletzte Feuerwache wurde 1981 in Garath gebaut. Hier ging ein mehr als 50jähriges Provisorium im Torwächterhaus des Benrather Schlosses zu Ende. Neben der Feuerwache ist dort auch die Düsseldorfer Feuerwehrschule integriert. Sie bietet mit ihren vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten hervorragende Grundlagen für eine praxisgerechte Aus- und Fortbildung.


In 2010 wurde im Norden von Düsseldorf die neueste Feuerwache in Dienst genommen. Sie befindet sich in der Nähe zum Flughafen.